BAD DOC

13.02.2018

Wie war eigentlich der Tagesablauf auf solch einer Station? Ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Es gab eigentlich so gut wie keinen Therapieansatz. Abends gab es ein in der sozialen Arbeit genanntes Blitzlicht - d.h. man versammelte sich in einem Raum und die Betreuer fragten ob es etwas aus der Gruppe gäbe, und ob irgendwas angesprochen werden müsste. In der Regel war alles in Ordnung und es gab nichts zum diskutieren. Wenn mal ein Feiertag anstand, dann durfte wer gerne wollte ins Kino gehen - zusammen mit einem Betreuer. Da war dann etwas Diskussion in welchen Film man jetzt gehen sollte oder was Samstags von der Gruppe gekocht wird. Also im Vergleich zu anderen Einrichtungen dieser Art war das therapeutisch gesehen doch eher alles ziemlich mau. Gut, wir hatten TV, DVDs und Internet sowie eine Bib mit Lesestoff. Aber ich persönlich hätte schon mit etwas mehr Therapie gerechnet. Was aber absolut professionell funktionierte waren die Medikationen. Da wurde ganz genau drauf geachtet, dass jeder exakt seine Dosis und seine sonstigen Medikamente bekommt. Das lief einwandfrei. Ansonsten fand ein bisschen spazieren gehen zusammen mit dem Team statt - meistens bis zur nächsten Dönerbude und vice versa...

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