BAD DOC

14.02.2018

Tja, wie lief die Umstellung auf das Substi? Ich bekam gleich von Anfang an den Substisaft in einer geringen Dosis welches täglich erhöht wurde. Dennoch kam es am Anfang an zwei Tagen zu schweren Entzugsschüben. An einem Tag war es mir so kalt. Ich zog mich in die hinterste Ecke der Bibliothek zurück, und wollte gar niemanden sehen. Ich war am schlottern, aber sowas von. Es war grausam. Am darauffolgenden Tag genau umgekehrt. Hitzewellen. Ohh. Ich durfte sogar 2 Stunden früher zum Abschlucken kommen.

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13.02.2018

Wie war eigentlich der Tagesablauf auf solch einer Station? Ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Es gab eigentlich so gut wie keinen Therapieansatz. Abends gab es ein in der sozialen Arbeit genanntes Blitzlicht - d.h. man versammelte sich in einem Raum und die Betreuer fragten ob es etwas aus der Gruppe gäbe, und ob irgendwas angesprochen werden müsste. In der Regel war alles in Ordnung und es gab nichts zum diskutieren. Wenn mal ein Feiertag anstand, dann durfte wer gerne wollte ins Kino gehen - zusammen mit einem Betreuer. Da war dann etwas Diskussion in welchen Film man jetzt gehen sollte oder was Samstags von der Gruppe gekocht wird. Also im Vergleich zu anderen Einrichtungen dieser Art war das therapeutisch gesehen doch eher alles ziemlich mau. Gut, wir hatten TV, DVDs und Internet sowie eine Bib mit Lesestoff. Aber ich persönlich hätte schon mit etwas mehr Therapie gerechnet. Was aber absolut professionell funktionierte waren die Medikationen. Da wurde ganz genau drauf geachtet, dass jeder exakt seine Dosis und seine sonstigen Medikamente bekommt. Das lief einwandfrei. Ansonsten fand ein bisschen spazieren gehen zusammen mit dem Team statt - meistens bis zur nächsten Dönerbude und vice versa...

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12.02.2018

Ich war natürlich auch voller Gier aufs Opiat. Da brauchen wir gar nicht groß drüber sprechen. Voller Gier und Sucht. Man muss sich nur mal ein paar Beiträge von letztem Jahr durchlesen. Von daher bin ich kein Stück besser als die anderen Leute in der Gruppe. Aber irgend etwas hat sich entwickelt. Seit ich das Substitut nehme ist eine gute Sättigung im Körper und Geist vorhanden. Und diese Sättigung plus die ausbleibenden Entzugssymptome bewirken bei mir zumindest, dass ich derzeit nichts zusätzlich benötige. Keinen Beikonsum. Ich hoffe natürlich, dass es so bleibt. Das wäre super!

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