BAD DOC

08.03.2018

Ich brauch keinen Whisky und kein Kokain - aber geiler wärs schon als in der Gosse zu liegen. Die letzten Wochen waren so scheisse. Es ist so wie immer... viele Faktoren entscheiden darüber ob das Substi den Tag über ausreicht, oder eben nicht. Immer das selbe Muster. Nach dem Abschlucken dauerte es viel zu lange mit der Metabolisierung, also bis der Stoff endlich die Blut-Hirn-Schranke überwunden hat und sich im Blutkreislauf ausbreiten kann. Und dann natürlich wie kurz oder lange es dauert bis der Opiat Spiegel beginnt wieder abzusinken. Vor allem morgens wars scheisse. Eine Kältewelle nach der anderen schüttelt mich durch. Aber so heftig. Wie wenn zig so ganz grelle Blitze durch den Körper fegen. Dann wieder Hitzewallungen. Der Schleim rinnt aus der Nase den man nicht stoppen kann. Und dann diese Kraftlosigkeit. Alle Reize sind zuviel. Sonnenschein. Ach scheisse. Ich habe die aller-dunkelste Sonnenbrille auf. Die Augen sind komplett abgedeckt. Auch an den Seiten. So dass keinen Spalt zusätzliches Licht einfällt. Bei jedem Wetter. Und trotzdem ist alles zu grell. Jedes Geräusch kracht so dermaßen über einen herein. Und dann dieser Kreislauf Schwindel. Alle 100 Meter muss ich stehen bleiben. Sonst hauts mich um. An einem Baum festhalten. An einem Mäuerchen. An einer Ampel hilft dann. Trotz ganz massiver Entschleunigung und ganz langsamen Schritten und den Blick so stur auf den Boden gerichtet. Scheisse. Ich habe nichtmal die Kraft nach links oder rechts zu schauen wenn ich eine befahrene Straße überquere. Fuck echt ey. Und wenn man die anderen Druffis sieht wie sie brennen und dicht sind. So dicht dass sie im Stehen einpennen. Beikonsum ohne Ende. Und ich führe einen inneren Kampf.... Jeden verschissenen Tag aufs Neue lasse ich meinen eisernen Willen gegen den Suchtdruck anrennen. Wie zwei Steinböcke clashen die Geweihe gegeneinander - ohne Sieger. Ich könnts mir auch schön machen. Am Geld liegts nicht. Natürlich werde ich angesprochen, aber noch kann ich dem Druck standhalten. Wenn man wenigstens Konstanz hätte. So dass es jeden Tag gleich wäre. Ich brauch keine Kicks und Highs mehr. Einfach normal fühlen. Das wärs. Aber es sind so viele Faktoren die das Substitut im Körper krass beeinflussen. Psychologische. Klimatologische. Medizinische. Kulturelle und Soziale. Biologische. Psychiatrische. Es geht nicht mit - aber ohne gehts halt auch nicht mehr. Jetzt sind es seit gestern wieder Tage wo es etwas besser geht. Etwas. Ich hoffe auf eine Sequenz. Eine Phase von vielleicht Tagen. Vielleicht Wochen. Ich sehe so aschfahl aus. Mir fehlt sogar die Kraft das Croissant für die Tschiepsies in Stücke zu brechen. Es geht dann, aber ich bin klatschnass vom Croissant zerkleinern. wtf!

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05.03.2018

wuaaahhhhh...ich brauch mein Morphin....ich brauch mein Morphin....ich brauuuuuuuchs sooooooo......aaaaaahhhhhhhhhh mein Morphin...........wuaaahhhh.....meiiiiiinn Moooooooorrpphiiiiiiin!

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03.03.2018

Wenn ich mein Substi eingenommen habe, gehe ich immer den gleichen Weg. Eine Cafe Bar hier ein vegetarisches Restaurant da. Es war Anfang Januar und winterlich kalt. Es war um diese Zeit als eine Spatzenfamilie auf sich aufmerksam machte. Sie kamen angeflogen und piepsten. Sie hatten Kohldampf. Das war klar. Also gewöhnte ich es mir an immer ein frisches Croissant dabei zu haben, welches ich vorab in kleine Stückchen gezupft hatte. Das war was für die Kleinen. Bald schon waren die Tschiepsies auf mich konditioniert, und kamen flugs angeflogen wenn ich mit der weißen Bäckerstüte ein- zweimal hin und her schwenkte. Sie kamen sofort angeflogen und landeten 20 bis 30cm vor mir und verlangten hastig nach den Krümel und Teigfetzen. Alle werden abgefrühstückt, und die wo noch nichts abbekommen hatten, fliegen so lange vor mir her und landen einen halben Meter vor mir und piepsen empört bis sie auch was abbekommen. Wenn alle etwas haben, fliegen sie das nächste Hausdach an oder verkriechen sich unter einem Auto und mampfen vergnügt. Da geht einem das Herz auf. Es ist sehr schön.

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