BAD DOC

23.04.2018

Habe mich jetzt doch gegen die Fixsession entschieden. Letztlich lag es an meiner Angst, dass irgend etwas passieren könnte, und ich dann mit Schaum vor dem Mund überdosiert in der Ecke liege. Je mehr ich mich in die Thematik eingearbeitet hatte, desto mehr unbekannte Faktoren tauchten auf, die so oder eben so hätten ausgehen können. Man hätte mit einer sehr geringen Dosis anfangen, und dann nach und nach steigern müssen, um eventuell etwas zu erspüren. Eventuell deshalb, da die Opiatrezeptoren im Körper im Grunde durch das Substi schon besetzt bzw. blockiert sind. Wenn man sich jetzt ein anderes Opiat in die Vene fixt, dann passiert entweder gar nichts, oder man muss in so absurde Höhen mit der Dosis gehen, dass das Substi quasi überschritten wird. Und das war mir zu riskant. Da hab ich zuviel Respekt und Angst davor.

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19.04.2018

Die Vorbereitung für eine Junkiesession ist sehr intensiv. Man muss darauf achten, dass sämtliche Utensilien steril sind, so dass eine Infektion mit Hepatitis C oder HIV komplett ausgeschlossen werden kann. Man muss sich Gedanken darüber machen, wie hoch eine Einzeldosis ist und wo der Risikobereich anfängt. Das muss alles diskutiert werden, quasi zwischen Tür und Angel, weil die anderen Druffis davon ja nichts mitbekommen sollen. Es soll ja eine Sache zwischen mir und des auserwählten Profis bleiben. Und da Druffis und Substis kaum Zeit haben, ist es ein relativ langwieriger Prozess um das alles zu klären. Nunja, jetzt steht alles. Ich habe mir eine Person ausgesucht, welche auf mich seriös wirkt, Knasterfahrung hat fast jeder dort: Ein Mann ohne Knast ist wie ein Baum ohne Ast! Dass was ihn für mich interessant macht ist, dass er seit 30 Jahren spritzt und das Wichtigste ist, dass er sich mit den mir rezeptierten pharmazeutischen Opiaten (welche ich bekommen habe) auskennt. Die meisten Druffis kennen sich halt mit dem Straßendreck aus welcher den Namen Heroin niemals verdient haben sollte, weil es alles mögliche ist, aber zu oft kein Diamorphin (Heroin) enthält. Und hier hat man dann wirklich reinen Stoff vor sich liegen. Wie macht man daraus eine spritzbare Lösung? Muss man den Sud filtern oder kann man es sich so in die Venen jagen? Das sind alles so Fragen. Ich bekam das sogenannte "H der Reichen" verschrieben. Wirklich phantastischen Stoff gegen absurden Schmerz. Ich werde die Junksession auf ein einmaliges Erlebnis begrenzen. Danach sind die restlichen Tabletten weg, so dass es keine Möglichkeit nach einer Wiederholung gibt. Und den Straßendreck kann ich mir eh nicht fixen lassen. Und selbst? Ohje... ich kann mir selbst gar nichts spritzen. Da habe ich zuviel Respekt und Angst in mir. Ich benötige jemand der mir den Arm abbindet, und den Stoff reinfixxxt.

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17.04.2018

Ein Gspritzter! Dazu braucht es Mut und Respekt vor der Substanz. Und ja, man benötigt natürlich dann den möglichst reinen Stoff. Ich hatte noch Tabletten von vor der Substi übrig. Da stellt sich dann die Frage was damit geschehen soll. Zum Wegwerfen oder zum in der Apotheke abzugeben ist dieser Schatz zu wertvoll. Spritzen hat mich immer schon gereizt. Jeder sagt, dass i.v. (intravenös) einfach noch einmal eine ganz andere Welt wäre. Eine tiefere Euphorie, welche man mit abschlucken oder sniefen so nicht erreichen kann. Also, umgehört, angesprochen, versprochen. Bald mehr dazu hier!

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